Es muss ein Abend im
September 2012 gewesen sein, in Berlin Kreuzberg, um genau zu sein.
Wir schlenderten durch die Oranienstraße, als ein auf dem ersten
Blick unscheinbares Schaufenster eines Comicshops unsere
Aufmerksamkeit auf sich zog. Zwischen all den bunten Auslagen:
Kleine, moppelige Hasen! Und war das da tatsächlich eine Zigarette,
die da im stoppeligen Maul steckte?! Ich war hin und weg. So etwas
genial Absurdes hatte ich mein Lebtag noch nicht gesehen.
Wir beschlossen, das
Geschäft noch einmal tagsüber aufzusuchen, was uns auch gleich die
tolle Gelegenheit bot, Kreuzberg ein bisschen besser zu erkunden. Ich
ließ mich bei dem Besuch schließlich aufklären, dass es sich bei
den „Hasen“ eigentlich um Labbits handelt, so genannte Smorkin
Labbits, die in Blindboxes verkauft werden, es also immer eine
Überraschung ist, welchen Hasen man nach Erwerb einer solchen Box
sein eigenen nennen darf. Das war zwar zunächst etwas enttäuschend,
hatte ich meinen Liebling doch schon zuvor im Schaufenster
ausgemacht, brachte mich aber nicht von der Entscheidung ab, mir
einen Labbit mit nach Hause zu nehmen. Den Mut allerdings, die
sprichwörtliche Katze im Sack zu kaufen, hatte ich zu diesem
Zeitpunkt noch nicht und so griff ich nach dem einzigen ausgepackten
Anschauungsexemplar. So kam Mustard in meinen Besitz, mein erster
Labbit.
Etwas später wurde mir bei Shisha und
Becks eine geschlossene Blindbox überreicht, in der ich einen
kuhfleckigen, tarnfarbenen Labbit fand, den ich schließlich Camo
taufte.
Auf der langen Rückfahrt im Zug
googlten wir nach den neuentdeckten Labbits, während Mustard und
Camo bereits anfingen, sich auf meinem Rucksack heimisch zu fühlen.
Was ursprünglich als einmaliges
Urlaubsandenken auserkoren war, wurde bald schon die Grundlage für viele tolle Abenteuer,
an welchen wir euch hier in diesem Blog gerne teilhaben lassen
wollen.

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