Montag, 7. Oktober 2013

Jäger des verlorenen Rum's

Es war Sommer und Mustard und Camo hatten sich in diesem Piratenschmugglerversteck festgesetzt, wo sie sich Tag aus, Tag ein an dem illegalen Rum der Seeräuber gütlich taten. Sie lebten ein Leben, wie es sich ein dicker fauler Labbit nur wünschen kann. Und alles wäre perfekt gewesen, wenn die Beiden nicht eines schrecklichen Morgens hätten feststellen müssen, dass sie sämtliches hochprozentiges Schmugglergut leergesoffen hatten. 

Schon gegen Mittag, als sie so langsam ausnüchterten, begann das einstige Paradies ganz rapide seinen Zauber zu verlieren. Es musste etwas geschehen und zwar augenblicklich. Denn bei Tageslicht betrachtet war das Versteck ohne Rum auch nur eine Absteige und die Piraten wären bei ihrer Rückkehr sicher auch nicht gerade begeistert beim Anblick der vielen leeren Flaschen.


Es half alles nichts: Die Labbits mussten sich auf den Weg machen. Am besten zu einem magischen Ort mit ganz viel Schnaps.
Also zogen die beiden los. Doch wohin sollte die Reise gehen? Viele der ausgewiesenen Orte klangen spannend und exotisch. Nach einigem hin und her entschlossen sich die Hasen für die Richtung aus der er am verheißungsvollsten duftete und auf ging es ins nächste Abenteuer.
 

 


Wenn man mit einem riesen Haufen Rum so lange in Isolation lebt, kann man glatt vergessen, dass die Welt auch fiese Gefahren birgt. Zunächst mussten sich die beiden einen Weg durch den unwegsamen Urwald bahnen.





Doch damit nicht genug, denn die nächste Bedrohung lauerte nur eine Ecke entfernt: Fette Echsen, für die ein Labbit nur ein kleiner Snack zwischendurch ist.


 


Auch wenn die Reptilien sich an den Hasen den Magen verderben würden, dachten Mustard und Camo nicht im Traum daran, das mit ihnen von Angesicht zu Angesicht zu klären. Stattdessen verließen sie sich auf Camo's Tarnfähigkeiten, um sich langsam an den in der Nähe ruhenden Raubtieren vorbei zu schleichen.




Zum Glück beherbergte der Dschungel auch Pflanzen, die den Hasen Nahrung boten...
  

… während wiederum andere in den Hasen die Nahrung sahen.



Als sich nach Tagen der Reise der dichte Wald endlich lichtete, tauchte, wie sollte es anders sein, auch schon das nächste Übel auf. Nun galt es, einen wilden Flusslauf zu passieren, ohne dabei ein unfreiwilliges Bad zu nehmen.


Dass nicht alle Tiere diesen Strapazen gewachsen waren, ist wohl kaum verwunderlich. Ihre Überreste säumten die letzten Kilometer der Wanderung.


Als unsere tapferen Helden durch den traurigen Tierfriedhof stapften, beflügelte sie die Angst, auch als vermoderndes Skelett in der Wüste zu enden. So nahmen Camo und Mustard auch die letzte Etappe der beschwerlichen Reise, als sie am Horizont einige Hütten ausmachen konnten. Schließlich kamen sie erschöpft und am Ende ihrer Kräfte tatsächlich in einer paradiesischen Oase an.


Da es auch eine Bar gab, beschlossen sie, eine Weile zu bleiben.

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